feine Adressen für Feinschmecker

Eine Top-Adresse für Gourmets ist das "Atlantic Restaurant" im Atlantic Hotel Kempinski, das nicht weit entfernt von der HafenCity und Speicherstadt ist. Passend zum Namen wird dem genussorientierten Gast neben klassischen und regionalen Köstlichkeiten vor allem maritime Küche vom Feinsten serviert. Besonders empfehlenswert ist die Hummersuppe und die Seezunge Müllerin Art mit sautiertem Blattspinat, aber bei weiteren Gourmetgerichten wie dem Wildfang-Saibling mit Graupen, Mascarpone, Rucola und Schalotten Beurre blanc oder dem Black Angus Rinderfilet mit delikaten Hummerravioli fällt die Wahl alles andere als leicht.

Der Gast bekommt zudem ein kulinarisches Erlebnis geboten, wenn Klassiker wie Tartar oder Chateaubriand stilsicher am Tisch des Gastes zubereitet werden. Die luxuriöse Atmosphäre des Atlantic Restaurants wird abgerundet durch den mediterranen Stil im Atrium, wo sich an milden Sommerabenden zwischen weißen Säulen und Springbrunnen noch ein Glas Champagner genießen lässt. Oder wie wäre dort es mit einem Kaffee, wie ihn die feine Hamburger Gesellschaft zu schätzen weiß?

Wer auch im hohen Norden nicht auf mediterranen Stil verzichten mag, ist im Restaurant "Au Quai" bestens aufgehoben. Von allen Hamburger Gourmetrestaurants hat es wohl die beste Lage, denn es befindet sich direkt am Hamburger Hafen und bietet dementsprechend einen hervorragenden Ausblick auf diesen.

Die maritim ausgerichtete Speisekarte besticht mit französischer Raffinesse. So kann sich der Gast zur Vorspeise auf gebrannte Perigord Entenstopfleber mi–cuit freuen, die im Hauptgang vom pochierten Seeteufel Medaillon mit Passepierre und geräucherter Mandelmilch abgerundet wird. Als Spezialität des Hauses ist die Bouillabaisse von Fisch und Krustentieren mit Croûtons, Rouille und Parmesan besonders zu empfehlen. Wer sich überraschen lassen möchte, wählt den Tagesfang, der je nach Fang Felsenrotbarbe, Dorade Royal oder auch den köstlichen Loup de Mer enthält. Die Abendkarte hält zudem viele kreative Sushi-Variationen bereit.

Eine weitere Adresse für gehobene Ansprüche ist "Die Bank - Brasserie und Bar", die am Rande der Speicherstadt liegt. Im Stadtpalais aus dem späten 19. Jahrhundert treffen exklusive Atmosphäre und modernes Ambiente aufeinander. Nach 22 Uhr wird das Restaurant zur Bar, die dann vom jungen Szenepublikum besucht wird. Zur Vorspeise empfehlen sich die gebratenen Jakobsmuscheln und zum Hauptgericht erfreut "Die Bank" den kulinarischen Genießer mit maritimen Köstlichkeiten wie einem Filet vom Eismeer-Kabeljau, das mit kreativen Beilagen wie z.B. Blutwurst-Ravioli ergänzt wird. Echte Kenner wählen die besonders zart gebratene Steinbutt-Schnitt, die optimal von Weinkraut und Weißweinbutter begleitet wird. Wer Fleischgerichte bevorzugt, findet hier Delikates wie die krosse Bauernente oder Zweierlei vom Holsteiner Kalb.

Spätestens seit der Auszeichnung des Küchenchefs Christoph Rüffer mit dem zweiten Michelin-Stern 2011 ist das "Haerlin Restaurant" im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten bei Gourmets zu Recht sehr beliebt geworden.

Es hat mit 18 Hauben vom Gault Millau die beste Bewertung von allen Hamburger Restaurants bekommen. Nach dem Prinzip "Weniger ist mehr" wird bewusst auf eine opulente Zahl an Zutaten verzichtet, um weniger mehr zur Geltung kommen zu lassen, was ebenso für die Größe der Portionen gilt. Das Restaurant setzt nicht auf internationale Importe, sondern regionale Produkte. An der Speisekarte zeigt sich das an heimischen Fischen wie Steinbutt, Makrele oder dem Wildhasen aus der Elbmarsch als regionales Fleischgericht.

Das "Haerlin Restaurant" hat einen besonders großen Weinkeller, der dem Kenner eine umfassende Auswahl an internationalen Spitzenweinen bietet. Die Preise der Weine reichen dabei von handelsüblichen Summen bis zu einigen Tausend Euro. Besonders erwähnenswert ist die mit Hilfe von Lichteffekten geschaffene warme und freundliche Atmosphäre. Ein Besuch wird lange in Erinnerung bleiben, nicht zuletzt durch die Rüffer Schokolade, die jeder Gast zum Abschied bekommt. Zu beachten ist, dass das Restaurant am Sonntag und Montag geschlossen ist.

In der Reihe hervorragender Gourmet-Restaurants sei zudem das Jacobs Restaurant erwähnt, das unter der Leitung des Zwei-Sterne Kochs Thomas Martin in eleganter Atmosphäre exzellente Gerichte mit französischem Akzent serviert. Maritime Feinschmecker werden zur Vorspeise Hummertatar wählen und sich dann am Bretonischen Angelsteinbutt erfreuen.

Für alle, die Fleischgerichte bevorzugen, findet sich mit dem Holsteiner Rehrücken oder dem Salzwiesen-Lammrücken, der perfekt mit Artischocken und Gratin Dauphinois verfeinert wird, eine sehr empfehlenswerte Auswahl. Vor allem bei schönem Wetter lohnt sich ein Besuch, weil es sich dann auf der berühmten Lindenterrasse mit Elbblick besonders genießen lässt. Zu beachten sind die Ruhetage Montag und Dienstag.

Während alle bisher erwähnten Gourmet-Restaurants in relativer Zentrumsnähe liegen, sollen die hervorragenden Restaurants im Stadtteil Altona nicht vergessen werden. Das Le Canard Nouveau bietet einen schönen Hafenblick, der sich bei schönem Wetter von der Terrasse zusammen mit einem hervorragenden Essen genießen lässt. Das Restaurant ist dazu passend in einem modernen Gebäude untergebracht, das an einen Dampfer erinnert.

Der Gast wird hier von internationaler Küche mit kreativen Kombinationen und einem orientalischen Hauch angenehm überrascht, so wird z.B. ein Karree vom Salzwiesenlamm mit Vadouvan-Schalotten und Feta Käse abgerundet oder ein ausgelöster Hummer auf Salat mit Ezme serviert.

Wer mehr Wert auf regionale Klassiker legt, dem sei das Landhaus Scherrer empfohlen. Zum Auftakt lässt sich die Oevelgönner Fischsuppe genießen, bevor im Hauptgang ein Steinbutt-Rücken, Dithmarscher Kohlcurry oder Vierländer Ente den Gaumen verwöhnen. Auch die Knödel sind durch den Quark aus der Wilstermarsch regional verwurzelt. Nudeln, Salate und Eier gibt es zudem in bester Bio-Qualität. Die Atmosphäre ist elegant und durch stilvoll platzierte Elemente wie einen antiken Ofen und viele Holzvertäfelungen recht gemütlich.

Etwas exotischer ist das "Piment", wo sich französische Küche mit marokkanischen Akzenten verbindet. Die Speisen selbst wie z.B. Zander oder Seeteufel sind französisch-maritim, besonders interessant werden sie jedoch durch die orientalischen Gewürze. Wer mehr orientalisches möchte, kann auch ein marokkanisches 4-Gänge-Überraschungsmenü bestellen. Durch die helle, freundliche Atmosphäre und das besonders zuvorkommende Personal fühlt man sich hier rundum bestens bedient. Zu beachten ist, dass es nur am Abend geöffnet hat.

Des Weiteren sei dem Gourmetfreund das "Se7en Oceans" in der Europapassage empfohlen, das Ende 2012 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde. Die Küche ist französisch-mediterran ausgerichtet und bietet einen Mix aus Fisch- und Fleischgerichten, z.B. Lüneburger Saibling, Bretonischen St. Pierre oder Bad Wörishofener Reh. Für besondere Wünsche kann zudem aus der Fischtheke oder dem Hummerbecken gewählt werden.

Ausstattung und Ambiente lassen im Vergleich zu anderen Gourmetrestaurants etwas an Eleganz und Exklusivität vermissen, dafür wird dem Gast jedoch ein schöner Blick auf die Binnenalster geboten. Zu beachten sind die Ruhetage Sonntag und Dienstag.

Es fällt auf, dass viele der hier vorgestellten Restaurants einen Schwerpunkt in französisch-mediterraner Küche haben. Ein kleines Gegenstück dazu bietet das "Anna Sgroi", das den Gourmet mit kreativer italienischer Küche bewirtet. Vor allem die Mischung aus klassischer italienischer Küche mit maritimen Gerichten ist etwas Besonderes, so z.B. erwarten den Gast Spaghettini alla Chitarra mit Seeigel oder Ravioli von Felsenaustern.

Besonders empfehlenswert ist das gedünstete Filet vom Loup de Mer, das von Spinat, Frühlingszwiebeln und Ingwer kreativ abgerundet wird. Die erlesene Weinkarte bietet eine Vielzahl italienischer Spitzenweine, lädt aber auch zum Probieren der Erzeugnisse kleinerer lokaler Winzer ein, die man sonst nicht entdecken würde.

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